Start Japan Fabelwesen Yōkai: Yuki Onna – japanische Schneefrau

Yōkai: Yuki Onna – japanische Schneefrau

Yuki Onna (雪女), die Schneefrau, zählt zu den bekanntesten japanischen Yōkai mit starkem Einfluss auch über die Grenzen Japans hinaus. Ihr Name setzt sich schlicht aus den Zeichen für Schnee (yuki) und Frau (onna) zusammen. Sie wird jedoch auch yuki jōro (Schneefee), yuki onago (Schneeweib), yuki musume (Schneemädchen), yuki hime (Schneeprinzessin), yuki nyōbō (Schnee-Ehefrau), yuki omba (Schneegreisin) oder yuki anesa (Schneeschwester) genannt. Wie ihr Name schon vermuten lässt, lebt sie in Gegenden mit viel Schnee – sehr gerne zum Beispiel in Bergregionen. Dort erscheint sie Reisenden, die sich in Schneestürmen verlaufen haben, als vollendete, zierliche Schönheit mit langen schwarzen oder weißen Haaren, weiß-transparenter Haut und violetten Augen. Ihr Körper selbst ist makellos, aber so kalt wie Eis und eine Berührung verursacht eine tiefe Kälte. Gekleidet ist sie ganz in Weiß, meist in einem leichten Kimono, oder sie ist nackt. Im Schnee ist sie kaum sichtbar und hinterlässt auch keine Fußabdrücke. Sie ernährt sich von der menschlichen Lebenskraft, indem sie diese durch ihren Mund einsaugt. Dabei hält sie die Menschen durch ihren eisigen Atem gefangen. In manchen Erzählungen erscheint sie als alte Frau. In anderen mit einem Kind auf ihrem Arm, als Frau, die während der Niederkunft gestorben ist. Ihr wird nachgesagt in Vollmondnächten, dem Neujahr oder 15. Januar zu erscheinen und Menschen als Gottheit des neuen Jahres (toshigami 年神) zu besuchen.

Heute sind Yuki Onna sehr beliebte Figuren mit Einfluss auf Literatur und Film, die zum Beispiel gerne im Genre Horror auftauchen oder mit weiblicher Schönheit assoziiert werden. Beispiele für Filme und Serien mit ihnen sind unter anderem Kwaidan, Rosario + Vampire, Secret Service, Inu Yasha, Nura – Rise Of The Yokai Clan, Inu X Boku Ss oder Yu Yu Hakusho.

Fähigkeiten und Schwächen

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Yuki Onna können sich unter anderem in Schnee oder Nebel verwandeln und werden so auch selbst als Schnee oder Winter personifiziert. Ihre zweite Erscheinungsform ist der gemeine Schneeball. Obwohl sie eiskalt sind, ist es ihnen durchaus möglich mit Menschen eine Liebesbeziehung einzugehen. So gibt es zahlreiche Geschichten über das Leben mit einer Schneefrau und gemeinsame Kinder. Leider enden diese jedoch meist tragisch. Es wird auch gesagt, dass wenn sich eine Schneefrau verliebt, sie ihr Opfer freiwillig ziehen lässt. Wie man es sich schon denken kann, mag sie kein Feuer.

Bis zum 18. Jahrhundert galten sie vor allem als böse Kreaturen, die in kalten, verschneiten Orten auf Honshū und im Nordwesten Japans vorkommen und Menschen in Schneegestöber lockten, wo diese erfroren. Sie sollen zudem Männer verführen und ihnen ihre Lebenskraft aussaugen. Ihnen wird außerdem nachgesagt kleine Kinder zu entführen – ganz besonders, wenn diese nachts alleine draußen spielen.

In anderen Versionen der Yuki Onna warnt diese jedoch die Menschen vor Schneestürmen und hilft ihnen den richtigen Weg zu finden. Sie wird manchmal auch als Botin des Windgottes oder Tochter des Berggottes beschrieben.

Yōkai (妖怪), wörtlich übersetzt in etwa „unheimliche Erscheinung, Ungeheuer, Monster, Spuk“, bezeichnet im Allgemeinen japanische Fabelwesen wie Geistwesen, Dämonen, Monster und niedere Götter.

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