Start Prinzipien Die Gesetze der Natur Die Gesetze der Natur und ihre Rolle in der japanischen Küche

Die Gesetze der Natur und ihre Rolle in der japanischen Küche

Das Anrichten von Speisen und die Saisonalität nehmen in der japanischen Tradition einen hohen Stellenwert ein. Alles soll möglichst harmonisch wirken und einen klaren Stil verfolgen. Die Speisen symbolisieren beispielsweise die Schönheit einer Blume oder einer Landschaft. Es soll die reiche Entfaltungskraft von Land und Meer dargestellt werden. Zudem dankt man mit einer ästhetischen Darstellung der Speisen den Gottheiten.

Tsukimi DangoWeiße Dango Klöße werden beispielsweise in eine grüne Lackschale gelegt, als seien sie Steine in einem Garten. Ebenso werden echte Steine in der Anrichtekunst verwendet. Sashimi (in Scheiben geschnittener Fisch) wird nach rechts oben hin erhöht angeordnet und flacht zum linken vorderen Tellerrand ab, wie ein Wasserfall. Nabemono (Eintopfartiges) wird hügelförmig in einer tiefen Schale serviert. Schmaler Fisch gerne auf lanzettförmigen Blättern und größere Fische auf mehreren und dichteren Blätter angerichtet. Kontraste wie roter Thunfisch zu weißem Rettich sowie gelbe Eierspeisen zu grünem Spinat sind besonders beliebt. Es wird jedoch nicht nur auf farbliche Kontraste, sondern auch auf den Kontrast warmer und kalter Gerichte geachtet. Besonderen Wert wird auf die Beachtung der Jahreszeiten gelegt. Man ist darauf bedacht möglichst saisonale und heimische Zutaten zu verwenden und vermittelt so auch Nachhaltigkeit. Im Frühling werden zum Beispiel Bambussprossen verwendet und Kirschblüten zur Geltung gebracht. Gerichte wie Sakura Sushi oder Sakura Mochi werden in Kirschblättern serviert. Allgemein spiegeln Farben wie Rosa und Grün das Erwachen der Natur wieder. Im heißen Sommer isst man gerne Aal sowie Tempura Sukiyaki(Frittiertes) und Blautöne vermitteln Frische. Zum Herbst wird das farbenprächtige Laub – insbesondere Ginko- oder Ahornblätter – zum Anrichten genutzt, Gerichte mit Maronen oder Pilzen und Gelb-/Orange- und Rottöne sind beliebt. Im Winter greift man, ähnlich wie bei uns, gerne auf Eintöpfe wie Sukiyaki zurück und man isst gerne Nimono (Gekochtes) und Mushimono (Gedämpftes). Puder symbolisiert Schnee. Außerdem gibt es Unterschiede in der Verwendung des Geschirrs. Während im Sommer gerne Glas- oder Porzellangeschirr verwendet wird, greift im Winter gerne zu Holz, Ton oder Keramik.

Saisonkalender Gemüse
Saisonkalender Kräuter
Saisonkalender Obst

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