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Ausgefragt: Was ist ein Bento? – Teil 1

In unserer Interview Kategorie „Ausgefragt“ fragen wir ab jetzt monatlich 10 Personen zu einem bestimmten Thema mit Bezug auf Bento und die japanische Küche aus.

Bei unserer ersten Frage „Was ist ein Bento?“ haben wir sowohl Bentoneulinge als auch fortgeschrittene Bentomacher aus unserem Bento Daisuki Forum gefragt. Zusätzlich zu den Antworten gibt es auch ein paar Kurzinformationen zur Person und das liebste selbstgemachte Bento.

Candy Blossom (33 Jahre, bisher ca. 40 Bento erstellt):

Candy Blossom BentoEin Bento ist für mich erst mal Meditation. Für die Herstellung nehme ich mir gerne viel Zeit und versuche es abwechslungsreich zu machen und mich neu auszuprobieren. Ich Frühstücke nie und kam daher immer sehr Hungrig aus der Arbeit, ich mag einfach keine „Pausenbrote“. Bentos sind da anders, ein bisschen süß, ein bisschen salzig, manchmal etwas sauer oder aber schön frisch und knackig.

Ich finde es toll, dass man alles ins Bento packen kann, also auch mal Indische Gerichte. Ein Bento braucht halt Zeit, klar gehen auch mal Reste vom Vortag aber wenn ich meine Box öffne ist das einfach eine Wonne für die Augen, ich freue mich auf mein Bento. Zuerst hatte ich Angst das ich von so einer kleinen Box nicht satt werden würde aber Pustekuchen. Vor allem liebe ich am Bento das ich meiner Mutter auch immer eines mit mache und sie sich jedes Mal wie verrückt freut. <3
Vor allem sind sie wesentlich ausgewogener und Gesünder finde ich denn man Packt automatisch gerne frische knackige Sachen ein weil sie noch besser wirken. xD

Nagania (29a Jahre alt, bisher ca. 8-10 Bento für die Familie erstellt):

Nagania BentoIch definiere Bentos als kleinen Lichtblick des Tages. Es soll aufheitern und ein gutes Gefühl erzeugen, grade wenn der Vormittag mal nicht so toll verlief. Und dem Beglückten sagen „Kopf hoch, hau rein, du bist nicht allein!“

Der Inhalt variiert dabei natürlich auch ein bisschen vom Geschmack des Beglückten. Fester Bestandteil bei Mittagsbentos ist Reis, da dieser auch kalt immer gut schmeckt. Natürlich nicht jeden Tag auf dieselbe Weise fertig gemacht, sondern mit Hilfe von Gewürzen und verschiedenen Reisarten immer wieder variiert. Hinzu kommt dann ab und zu noch kleine herzhafte Dinge wie Omelette, Krakenwürtschen, Schinkenblume oder Fleisch (aber nur wenn es vom Abendessen den Tag davor über blieb. Ganz wichtig (zumindest für meinen Mann) ein Bunny-Ei oder Bärchen-Ei. *lach*
Und mit Hilfe von Obst und Gemüse bringe ich nicht nur Farbe ins Spiel, sondern bringe auch noch Frische und Süße zu den doch bisher etwas trockeneren oder herzhaften Sachen.

Drumherum kommen dann noch so kleine Verzückungen wie bunte Spießer oder mit Hilfe von Ausstechformen dem Gemüse/Obst ein niedlicheres Aussehen geben. Keine Frage, es sind kleine Spielereien die auch beim Anrichten Zeit kosten, aber ich finde es lohnt sich. Da mein Sortiment halt noch recht klein ist, habe ich bisher nur das dafür, plane aber auch noch ein paar süße Trennwände zu besorgen, um dem ganzen noch etwas mehr Flair rein zu bringen. Oder mit Hilfe von einem Nori-Stanzer ein lachendes Gesicht auf den Reis zu zaubern.
Ebenso wichtig wie das was drinnen ist, ist für mich aber auch die Box selber wichtig. Für meine kleine Tochter habe ich eher zu einer kleineren Box mit Kawaii-Muster gegriffen, während ich für die Erwachsenen auch noch eine elegantere mit großem Fassungsvolumen habe. Komischerweise sträube ich mich irgendwie dagegen einfach eine normale Brotdose zu verwenden, da für mich im Gesamtbild das Innere und Äußere zusammen passen muss beim Bento.

Sabrina (33 Jahre, bisher ca. 650 Bento für die Familie erstellt):

Sabrina BentoFür mich ist ein Bento eine komplette Mahlzeit (also eine Hauptspeise und ein kleiner Nachtisch) die in einer handlichen Box ansehnlich angerichtet ist. Dabei muss es bei mir jedoch keinesfalls immer ein japanisches Bento sein und an die japanischen Regeln halte ich mich beim Befüllen auch nicht immer. Für meinen Mann mache ich fast ausschließlich eher schlichte Bentos mit Brot in sämtlichen Variationen (gefüllte und gebackene Brottaschen, Brot-Sushi, belegte Brote/Brötchen, gefülltes Pita, Wraps) mit div. Gemüse und Obst während meine Boxen japanisch angehaucht oder mit gesunden westlichen Mahlzeiten gefüllt sind. Die japanische 3-2-1-Regel wende ich meistens in verkehrter Reihenfolge an, d.h ich habe 3 Teile Gemüse und Obst, 2 Teile Eiweiß in Form von Fisch/Fleisch/Tofu/Milchprodukt und 1 Teil Kohlehydrate. Auch sind die Bentos für mich häufig mit viel Schnickschnack verziert und vor allem die ganzen niedlichen Accessoires dürfen dabei nicht fehlen.

Sabrinas Blog: Kochen Backen Bento packen

Pandateker (Ende 20, bisher ca. 150 Bento als tägliches Mittagessen erstellt):

Pandateker BentoBento sind für mich mein Mittagessen. Nach 4 Jahren Mensa konnte ich dieses eintönige Essen einfach nicht mehr sehen, also habe ich begonnen mit immer öfters mein eigenes zu kochen. Es ist optisch viel ansprechender – was mir bei den Bento sehr wichtig ist. Das Auge isst mit, wie man so schön sagt. Die Mahlzeiten sind ausgewogener und ich kann mich nach Herzenslust austoben, wenn es um den Inhalt und vor allem dem Nachtisch geht (^__~)* Ein Bento sollte abwechslungsreich, vor allem aber lecker sein!

Pandateker auf Facebook: Pandateker Bento

bentomaniac (19 Jahre alt, bisher ca. 65-70 Bento für die Uni & Co erstellt):

bentomaniac BentoBento ist für mich eine einfache, nichtsdestotrotz leckere und hübsche Möglichkeit, mit der japanischen Kultur in Kontakt zu treten. Außerdem ist es eine viel bessere Variante zur „gewöhnlichen“ Brotdose – es ist gesünder, es sieht super aus (wenn man es hinbekommt ^^‘) und es ist wahnsinnig lecker. Man freut sich einfach den ganzen Tag bis zur Mittagspause darauf.
Da ich die japanische Küche (bzw. die Kultur generell) sehr liebe und sehr gerne koche, kommt ein Bento wie gerufen. Es macht Spaß, nach neuen Rezepten zu suchen, bentotaugliche Zutaten einzukaufen und die Box zu gestalten, zu kochen und zu verzieren. Und natürlich sie zu essen 😀 Ein schönes, leckeres Bento zaubert einfach ein Lächeln ins Gesicht, sobald man die Box öffnet.

Bentomaniacs Blog: Oishii Bentō

Hier geht es zum zweiten Teil von „Ausgefragt – Was ist ein Bento?“: Lesen

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