Start Japan Fabelwesen Yōkai: Hakutaku – japanisches Biest

Yōkai: Hakutaku – japanisches Biest

Der Hakutaku (白澤), auch kutabe genannt, ist ein Fabelwesen aus einer chinesischen Legende. Der zufolge entdeckte der Kaiser Huáng Dì die Bestie, in China Baí Zé genannt, während einer Patrouille. Danach verriet sie ihm alle 11.520 Yōkai mitsamt ihrer Lebensräume und Schwächen. Der Kaiser schrieb diese Erkenntnisse im Buch Bái Zé Tú nieder, das heute jedoch nur noch in Fragmenten vorhanden ist. Der Name des Hakutaku wird als „weiße Marsch/Sumpf“ übersetzt. Er erscheint als monströse Kreatur, die einem weißen Ochsen ähnelt. Er hat neun Augen und sechs Hörner, aufgeteilt auf seinen Flanken und in seinem menschenähnlichen Gesicht. Andere Darstellungen zeigen ihn als eine Art Löwen mit acht Augen und einem oder mehreren Hörnern. Tatsächlich variieren die Darstellungen jedoch teilweise enorm und manchmal hat er sogar nur ein Auge in der Mitte seines Kopfes. Sein Lebensraum sind abgelegene Orte in den Bergen. Er soll nur in Epochen und Ländern erscheinen, an denen ein weiser und tugendhafter Herrscher regiert. Dort gilt er als gutes Omen.

Als Glücksbringer wird heute noch manchmal ein Bild eines Hakutaku über einem Eingangstor oder dem Inneren eines Hauses gehängt. Er erscheint zum Beispiel in Touhou, Hoozuki no Reitetsu und Inu Yasha.

Fähigkeiten und Schwächen

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Der Hakutaku gilt als friedlich und sehr intelligent, sogar als allwissend. Er versteht die menschliche Sprache und kann sich so auch verständigen.

Einer Legende zufolge warnte er die Menschen einst vor einer tödlichen Seuche in der Präfektur Toyama. Um sich dagegen zu schützen sollten sie sein Bild als Talisman nutzen und so wurde er zu einem Schutzgeist der Medizin. Er soll wie der Baku ebenfalls Alpträume und böse Erfahrungen essen.

Hakutaku in der japanischen Küche

MisoDie Bezeichnung Hakutaku wurde damals für ein lokales Gericht der Präfektur Yamanashi verwendet. Es handelt sich dabei um flache Udon Nudeln und Gemüse in einer Miso Brühe. Im Gegensatz zum klassischen Udon Teig, wird jedoch ein eher kloßähnlicher Teig verwendet. Heute heißt das Gericht Hōtō (餺飥). Ob es sich bei den Bezeichnungen tatsächlich um dieselben handelt, ist unklar.

Yōkai (妖怪), wörtlich übersetzt in etwa „unheimliche Erscheinung, Ungeheuer, Monster, Spuk“, bezeichnet im Allgemeinen japanische Fabelwesen wie Geistwesen, Dämonen, Monster und niedere Götter.

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