Start Japan Fabelwesen Yōkai: Kodama – japanische Baumgeister

Yōkai: Kodama – japanische Baumgeister

Kodama (木霊 oder 木魂), auch kukunochi, ki no kami oder kiinushii, bezeichnen in der japanischen Mythologie Geister, die in Bäumen leben. Sie werden auch „Baumgoblins“ genannt und leben in Gruppen tief in den Wäldern. Ein alter Baum bildet den Lebensraum des Geistes, er ist an ihn gebunden und der Baum an ihn. Kodama werden dementsprechend auch als Seele des Baumes bezeichnet. Meist erscheinen sie als blasse Lichtkugeln oder kleine lustige Wesen mit menschlichen Formen. Im Ghibli Klassiker Prinzessin Mononoke werden sie zum Beispiel als weiße Geistwesen mit großen, leeren Augen dargestellt. Oft hört man jedoch nur ihre Stimme, die wie ein Echo in den Bergen und Wäldern klingt (yamabiko). Erste Erwähnungen finden sich bereits im Kojiki („Aufzeichnungen alter Geschehnisse“ 712), wo sie nach der Erschaffung der Welt durch die japanischen Urgötter Izangi und Izanami entstanden sind. Im Nihongi bzw. Nihonshoki („Chronik Japans“ 720) werden sie erst nach den anderen kami erschaffen. Motoori Norinaga, Gelehrter der japanischen Nationalgeschichte (kokugaku), interpretierte den Namen Kukunochi als kuku für „stalken, schleichen“ und chi für einen männlichen Ehrentitel.

Heute sind Kodama vor allem durch das Ghibli Meisterwerk Prinzessin Mononoke bekannt. Andere Varianten gibt es beispielsweise in der Serie Shin Megami Tensei oder bei Zelda (z.B. Kokiri in Ocarina of Time).

Fähigkeiten und Schwächen

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Kodama gelten als Gottheiten des Waldes und der Bäume. Sie sorgen sich mit ihren magischen Kräften vornehmlich um die Natur und gelten als Segen, da sie für gesundes, fruchtbares Land sorgen. In manchen Geschichten haben sie außerdem die Fähigkeit des Gestaltwandelns. Alte Bäume, denen eine solche Seele innewohnt, werden in der japanischen Kultur mit einem heiligen Seil (shimenawa) markiert und verehrt. Verletzt oder fällt man gar einen solchen Baum, so soll dieser bluten können und der Verursacher wird mitsamt seiner Familie verflucht.

Die Waldgeister zählen außerdem zu den yafunegami (kami des Hauses) und werden heute noch verehrt und bei Zeremonien zum Häuserbau angebetet.

Kodama in der japanischen Küche

Neben einer Marke für Koifutter gibt es unter anderem die bekannte Marke Kodama Foods Co., Ltd. Diese stellt seit 1972 Produkte aus getrocknetem Gemüse her und möchte so seinen Kunden besonders gesunde Lebensmittel bieten.

Yōkai (妖怪), wörtlich übersetzt in etwa „unheimliche Erscheinung, Ungeheuer, Monster, Spuk“, bezeichnet im Allgemeinen japanische Fabelwesen wie Geistwesen, Dämonen, Monster und niedere Götter.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich finde diese Waldgeister so süß und habe sie schon damals in Prinzessin Mononoke geliebt ♥

    Süßer Beitrag 🙂

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