Start Rezensionen Interviews Interview: Token zum Bento Lunch Buch

Interview: Token zum Bento Lunch Buch

© Token & Viola Mezera

Cam Tu Nguyen, im Netz besser bekannt als Token, ist Illustratorin und Foodie aus Leidenschaft. Mit dem „Bento Lunch Buch“ setzt sie ihre Erfahrungen und Kenntnisse aus über sechs Jahren Bento Lunch Blog erstmals in Buchform um. Wir haben sie für euch zu ihrem Blog, dem Buch und zum Thema Bento ausgefragt.

interview-token-zum-bento-lunch-buch1
© Token & Viola Mezera

Bento Daisuki: Hallo Token. Durch deinen Blog bist du im Netz ja schon bekannt, magst du dich trotzdem einmal kurz selbst vorstellen?

Ja, gerne! 🙂 Ich bin Token, aktuell 28 Jahre alt und habe in Nürnberg Design studiert. Meine Schwerpunkte sind Illustration, Film & Animation sowie Interaktionsdesign. Der Bento Lunch Blog ist mein Hobby und ist mittlerweile ein großer Teil meines Lebens geworden. Damit kann ich so schön all die Dinge verbinden, die mich interessieren und mir Freude bereiten. Da wären z.B. das Fotografieren, Reisen, das Erkunden von Restaurants und Läden, das Kochen und Essen und und und. Neben Bento liebe ich Comics, Zeichnen, Stopmotion-Filme, Mittelaltermärkte, Katzen und Corgis. 🙂

Bento Daisuki: Auf deinem Blog finden sich zahlreiche Rezepte, Anleitungen, Reiseberichte und mehr. Wie bist du damals zum Bloggen gekommen und was hat dich zum Bento gebracht?

Ich bin quasi übers Internet auf das Thema Bento gekommen. Tatsächlich bin ich über die Seite nekobento.com auf Bento gestoßen. Das Thema hat mich so fasziniert, dass ich kurzum selbst beschloss meine ersten Bentoversuche auf einem Blog festzuhalten. Und das ist jetzt schon über 6 Jahre her! 🙂 Nach und nach haben sich meine Interessen natürlich auch erweitert und deswegen berichte ich auch über meine ganzen Reisen auf Conventions, über Bücher, Restaurants, Asialäden, Geschirr etc. 🙂

Bento Daisuki: Das Bento Lunch Buch ist dein erstes Buch. Wie bist du auf die Idee gekommen ein Buch zu gestalten und warum musste es Bento sein?

Das Bento Lunch Buch entstand als Abschlussarbeit während meines Designstudiums in Nürnberg. Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil ich mich erstens schon sehr lange damit beschäftige und lange Recherchezeiten somit wegfallen. Außerdem sind Bentoboxen ja eh schon eine Kunst für sich und das passt wiederum perfekt zu Design. Die Buchform war mir wichtig, denn ich wollte unbedingt eine Abschlussarbeit haben, von der ich danach auch noch etwas habe. Sprich ich wollte es auch veröffentlichen.

„Das Bento Lunch Buch“ – Amazon Partnerlink

Bento Daisuki: Welche Inhalte waren dir besonders wichtig?

Mir war besonders wichtig, dass ich die Techniken vermitteln kann, wie man das Essen auch richtig schön in eine Bentobox packt. Das war auch das Hauptthema für meine Bachelor-Thesis. Es gibt bereits so viele wunderbare Kochbücher mit japanischen Rezepten oder allgemein mit Lunchbox-Rezepten und ich wollte nicht noch eines dieser Art schreiben. Wer wirklich Rezepte sucht findet mittlerweile so viele übers Internet wie z.B. auf meinem Blog. Ich war der Meinung, dass ich all diese Vielfalt niemals in ein Buch packen könnte und es im Prinzip auch nicht wollte. Vielmehr sollten die Leser mit Hilfe meines Buches eben das Wissen und die Techniken erlangen all die bereits existierenden Rezepte gut in einer Bentobox zu packen, sodass sie erstens zugeht, nach dem Transport immer noch gut aussieht und man davon satt wird.

Bento Daisuki: Für dein Buch hast du viele Illustrationen und Hintergründe selbst erstellt. Warum hast du dich für die Mischung aus Fotos und Graphiken entschieden?

Ich wollte eine Technik finden, bei der ich nicht nur stundenlang am Rechner sitzen muss und bei der ich etwas mehr experimentieren kann. Ich wollte mit den Formen und Mustern von Lebensmitteln spielen, was auch sehr viel Spaß gemacht hat. Außerdem gehe ich gerne Lebensmittel einkaufen und wer kann schon die ganze Zeit sagen, dass man für seine Bachelorarbeit mal wieder in den Asialaden gehen muss? 😀

Bento Daisuki: Das Bento Lunch Buch enthält unter anderem über 30 Rezepte. War die Auswahl schwierig und nach welchen Kriterien hast du sie ausgewählt?

Ich habe mich auf die japanischen Bento-Klassiker beschränkt. All die Rezepte, die man früher oder später in einer japanischen Bentobox findet. Die Auswahl war nicht schwierig, ich habe mir einfach stundenlang Bentoboxen von anderen Leuten (auf Instagram findet man sehr viele Japaner, die ihre Boxen posten) angesehen und daraus meine Schlüsse gezogen. Neben den Standard-Rezept gebe ich aber zahlreiche Variationsmöglichkeiten für mehr Abwechslung und sodass das Rezept für Vegetarier, Veganer und Fleischesser gleichermaßen funktioniert.

Im Gegensatz zu anderen Büchern hat das Bento Lunch Buch vergleichsweise wenig Rezepte, aber dafür gibt es ja meinen Blog. Ich weise in meinem Buch nicht nur ausdrücklich auf meinem Blog hin, sondern habe eine ganze Reihe an anderen deutschsprachigen und englischsprachigen Bento-Blogs und -Foren (auch das Bento-Daisuki-Forum! ^^) aufgelistet. Mit dem Vorwissen aus meinem Buch, kann der Leser gleich problemlos in die Bentowelt eintauchen, sich Inspiration holen und seinen eigenen Bento-Pack-Stil entwickeln 🙂

interview-token-zum-bento-lunch-buch
Auszug aus dem Bento Lunch Buch

Bento Daisuki: Hast du Lieblingsrezepte und Inhalte?

Ich mag die Seite mit den Würstchen und dem Schachbrettapfel! 🙂 Viele der Ideen waren sogar mir als langer Bentoblogger neu. Ich bin auf sie während meiner Recherche auf japanischen Bentoseiten gestoßen. Deshalb wollte ich sie auch unbedingt ins Buch haben, damit auch die fortgeschrittenen Bentoleser etwas davon haben! 🙂

Bento Daisuki: Bento werden in Deutschland immer bekannter. Trotzdem gibt es viele verschiedene Interpretationen. Was sind Bento für dich und hast du Tipps für andere?

Für mich persönlich ist ein typisches Bento ein Bento mit Reis und verschiedenen Beilagen. Tipps habe ich unmengen auf meinem Blog und im Buch! 😉

Bento Daisuki: Jetzt mal unter uns… Wie viele Boxen und Accessoires besitzt du mittlerweile und was denkst du braucht man wirklich?

Ich habe mindestens 60 verschiedene Bentoboxen in allen Formen und Größen. Diese verwende ich aber nicht nur für mich, sondern auch für meinen Freund. (Hier kann man einen Teil meiner Sammlung sehen: https://www.instagram.com/p/BDvVpXayEIy/?taken-by=tokenbento)
Brauchen tut man pro Person maximal 2 Stück, damit man immer eine saubere Box parat hat, während die andere noch beim Abspülen ist. Aber wie es mit Hobbies so ist, kann das schnell ausarten XD

Bento Daisuki: Gibt es noch Pläne für weitere Bücher oder andere Projekte?

Ja die gibt es! Aber ich will noch nicht zuviel verraten! 😉

Mehr Informationen zu Token findet ihr auf ihrem Blog, Facebook sowie natürlich dem Jaja Verlag. Auch ir haben das Bento Lunch Buch rezensiert!

Merken

Merken

Merken

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here